Sampling, Recording, Programmierung & Software

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Two Notes Genome – Endlich der Gitarrensound, den ich immer gesucht habe?

Gitarren-Amp Plugins gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und alle werden immer besser. Ich habe sicherlich nicht alle getestet, aber schon verdammt viele ausprobiert. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, klangen fast alle Software Modeler irgendwie digital. Man konnte sofort hören, dass es sich um einen Software Effekt handelt. Das hat sich geändert…

Letztes Jahr habe ich die neuen Versionen von Guitar Rig und Amplitube getestet und war schwer begeistert. Bis dato gehört Amplitube 5 zu meinen absoluten Favoriten. Letzten Sommer habe ich mir das Tonex Pedal gekauft und auch wenn das Teil hier verstaubt, nutze ich die Software recht oft. Dabei handelt es sich um keinen Amp-Modeler, sondern um einen Profiler, ähnlich wie der Kemper Amp. Seit der Version 5 von Amplitube kann man Tonex dort integrieren. Die Optionen sind unglaublich… Aber ich werde an anderer Stelle mal etwas zum Amplitube schreiben.

Fast anderthalb Jahre ist hier nichts passiert und ich habe es vermisst…

Zwischendurch habe ich mal etwas zum Thema Audio Software auf meinem persönlichen Blog geschrieben, aber die letzten Monate habe ich fast nichts mehr veröffentlicht. Das Jahr 2023 war ein gruseliges Jahr. Dafür gab es mehrere Gründe, auf die ich hier jetzt gar nicht eingehen will.

Aber das Jahr ist überstanden und ich will wieder bloggen. Zum Glück habe ich diese Seiten damals nicht gelöscht. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Themen hier in den nächsten Wochen und Monaten auftauchen werden, aber ich recorde zur Zeit gerade mal wieder in Reaper, spiele mit Renoise Redux rum, versuche mich in der JSFX Programmierung und mithilfe des Plugins Plug Data, habe ich auch mal wieder in Pure Data reingeschnuppert … mal sehen. Ich denke zu diesen Themen wird es hier erstmal Einiges zu lernen und berichten geben…

Casio-VL: Ein legendäres Taschenrechner-Keyboard und eine Sample-Library…

Ich besitze das Casio VL-1 seit ungefähr fünf Jahren. Ich habe es damals ohne einen wirklichen Grund auf ebay gekauft. Man kennt ja diese Impulskäufe … außerdem war es zufällig richtig günstig. Mittlerweile (damals eigentlich auch schon) muss man echt Glück haben, wenn man solch ein legendäres Keyboard günstig bekommen will … auch wenn es grottig klingt.

1982 war es. Zweites Deutsches Fernsehen. Dieter Thomas Heck. Mit der Endziffer 1: Trio! Drei komische Gestalten betraten die Bühne und der Sänger (Stefan Remmler) hat irgendwas in seiner linken Jackentasche. Ab 1:20 min holt er das Teil raus und spielt darauf die kleine Melodie des Songs. Auch die Drums stammen teilweise von einem eingebauten Rhythmus des Keyboards.

Das Casio VL-1. Damals habe ich es zum ersten mal gesehen und eigentlich wenig Beachtung geschenkt. Hergestellt wurde es in der Zeit von 1981 bis 1984 und kostete damals ungefähr 150,- D-Mark. Das Keyboard klang nicht wirklich toll und konnte auch nicht gerade viel – das wusste Casio damals schon – und daher erweiterten sie die Funktion mit einem Taschenrechner – welch‘ tollkühne Idee!

Aber gerade dieser „billige“ Klang machte das Teil zum Kultkeyboard und namhafte Künstler setzten es immer wieder auf Aufnahmen ein: Stevie Wonder, Human League, Robbie Williams und eben Trio.

Ich habe das Instrument vor ein paar Tagen wieder aus dem Schrank gekramt ein paar Samples von jedem Instrument aufgenommen und daraus eine kleine aber feine Library für den kostenlosen Decent Sampler gebaut. Die legendären Drumsounds habe ich allerdings etwas mit dem einfachen Polysynth in Bitwig gelayered und die Drumsounds so etwas „nützlicher“ gemacht 😉 Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist der Download für die Library:

-> DOWNLOAD: Casio VL-Tone (für Decent Sampler) <-

Bring‘ Textur und Leben in deine Sounds … mit SoundGhost’s Texturize

Texturen sind immer gut. Gerade wenn man In-The-Box komplett digital produziert. Alles das, was Texturize von SoundGhost kann, könnte man auch per Hand und einigen guten Samples erledigen, aber mit dem Plugin geht das viel flotter von der Hand und macht auch mehr Spaß.

Ich muss zugeben, ich habe vorher noch nie etwas von SoundGhost gehört. Texturize ist aber auch das erste Plugin aus deren Feder, aber es gibt einige Sample Packs auf deren Website zum Download.

Ich habe mir gestern mal die Demo-Version des Plugins (Mac & Win) heruntergeladen und damit ein wenig herumgespielt. Das Prinzip ist ganz einfach: Innerhalb der Software sind ungefähr 200 verschiedene Samples gespeichert, die man oben im Menü anwählen kann und dann wird mithilfe eines eingebauten Signal-Followers anhand des gespielten Audiomaterials dieses Sample darüber gelegt. In der Demo-Version sind leider nur zehn Samples zur Verfügung.

Man kann das Attack und das Release (Rise & Fall) des Samples einstellen, dessen Volume und es gibt einen Filter und Pitch-Control. Alles recht einfach und intuitiv. Außerdem kann man noch auswählen, welchen Bereich des eingestellten Samples man verwenden möchte.

Das Beste allerdings kann man in der Demo-Version nicht antesten. Wie bereits erwähnt, gibt es in der Vollversion 200 Samples UND man kann seine eigenen Samples importieren! Das finde ich super. Ich kann mir vorstellen, das man mit der privaten Field Recording Sammlung und dem Plugin ’ne Menge Spaß haben kann.

Ok, das Teil ist jetzt nicht wirklich bahnbrechend, so etwas kann man mit ein paar Tools in fast jeder DAW irgendwie nachbauen, aber Texturize macht das Layern von Noise und Ambience Sounds wirklich einfach. Das Plugin kostet derzeit 29 Pfund und wird irgendwann 39 Pfund kosten. Nicht sonderlich billig, aber ich mag die Idee und werde den derzeitigen Preisnachlass wohl nutzen 😉

Spitfire BBC Symphony Orchestra Discover … jetzt komplett umsonst verfügbar

Spitfire Audio erwähne ja schon recht oft hier im Blog. Nicht ohne Grund: Die LABS Serie versorgt uns unermüdlich mit kostenlosen Instrumenten. Vor einem Jahr wurde die BBC Symphony Orchestra Bibliothek veröffentlicht und gleichzeitig gab es die abgespeckte Discover Version. Damals konnte man diese auch schon kostenlos bekommen, allerdings musste man an einer Umfrage teilnehmen und dann noch ein paar Tage warten.

Jetzt gibt es das Plugin komplett umsonst … ohne wenn und aber.

Soundspear’s Formula ermöglicht das Programmieren von Audio-Plugins direkt in der DAW

Ok, das ist jetzt nicht ganz neu. Cockos‘ JSFX, Tracktion’s SOUL und auch Blue Cat’s Plug’n’Script können das ebenfalls. Naja, jedenfalls hat Soundspear – von denen ich vorher zumindest das Supertube Plugin kannte – jetzt Formula veröffentlicht. Ein Audio-Plugin, dass eigentlich eine kleine Entwicklungsumgebung für DSP Code ist.

Und das Beste? Das Ganze ist kostenlos und Open Source. Formula ist eine komplette IDE zum Schreiben und Testen von DSP-Code in Form eines VST3– oder AU-Plugins oder auch als Standalone App. Die Effekte, die man innerhalb von Formula schreiben kann werden in der Programmiersprache C verfasst. Leider ist die Software nur für Mac und Win verfügbar … aber immerhin.

Will man allerdings die Formula-eigene Cloud nutzen und den Code der anderen User ausprobieren bzw. seinen eigenen Code in der Cloud zur Verfügung stellen, dann muss man dafür bezahlen – derzeit 14,90€ pro Monat.

Spitfire Audio LABS: Das neue Tape Piano…

Ok, LABS wird immer größer und das ist auch gut so, denn neben teilweise recht gewöhnlichen Instrumenten finden wir in dieser Sammlung überwiegend interessante Sachen. Aber brauchen wir jetzt wirklich noch ein Piano?

Scheiße ja! Dieses Upright Piano ist gleich nach zwei Minuten Spielen zu meinem Lieblingspiano geworden. Zuvor war das immer der warme Sound des NI Gentleman gewesen. Aber das Tape Piano hat mich sofort gepackt. Auch wenn die Samples sicherlich nicht so zahlreich vorhanden sind, wie bei einem Native Instruments Produkt, mochte ich den Klang auf Anhieb.

Das Plugin besitzt fünf verschiedene Presets, wobei mir das erste recht konventionelle Preset „Cabstan Upright“ immer noch am besten gefällt. Einstellen kann man bei allen Presets die Stability – quasi wie abgenutzt das Tonband ist, auf dem das Piano aufgenommen wurde, Reverb und Noise.

Das „Felt Cassette“ Preset ist mir zu muffig und die drei anderen sind eher experimenteller Natur (kaputtes Tape, glitchy, etc…). Also, das Tape Piano ist ein Klavier, dass man durchaus noch zusätzlich besitzen sollte, auch wenn man schon gar nicht mehr weiß, welches Plugin man benutzen soll. Aber hey, das hier ist LABS … kostet nix. Danke, Spitfire Audio!

Caelum Audio Dustbin – Wenn Deine neue Aufnahme wie Müll klingt, könnte das an diesem Plugin liegen…

Caelum Audio hat wieder ein neues Plugin veröffentlicht und das gibt es bis zum 15.07.2022 kostenlos zum Download auf deren Website. Dustbin ist eine Art Convolver, der Impulse Responses aus einer Mülltonne enthält und somit die Tracks, die man durch das Plugin schickt, direkt in den Müll wirft.

Naja, ganz so drastisch würde ich es jetzt nicht umschreiben und auch wenn das Plugin zum International Joke Day 2022 am 1. Juli erschienen ist, finde ich es trotzdem wirklich gut einsetzbar.

Das Effektplugin gibt es für MacOS, Win und iOS und nach dem üblichen Registrier-Prozedere kann man es völlig kostenlos herunterladen – zumindest bis zum 15. Juli. Was es danach kosten soll, weiß ich nicht. Auf der Website ist der Preis von 0,99 Pfund angegeben … naja, es war halt der internationale Witztag.

Spitfire Audio LABS enthält schon wieder ein Update: Mit Harmonic Flights hat man die Möglichkeit atmosphärische Streicher Texturen zu erzeugen…

Spitfire Audio meint es gut mit uns LABS Usern. Die Bibliothek wird stetig erweitert. Mittlerweile nimmt der LABS-Ordner auf meiner Festplatte schon über 25GB Speicherplatz in Anspruch.

Das neueste Instrument ähnelt dem letzen Cello Moods, weil es ebenfalls sehr organisch klingt und der eigenen Musik definitiv mehr Bewegung und Leben verleihen kann. Harmonic Flights enthält die Harmonien eines Kontrabasses, die mithilfe von allerlei Effekten noch bearbeitet wurden. Herausgekommen ist ein wunderbares Instrument, das sich – laut Angaben von Spitfire – perfekt für Drama, Fantasy oder SciFi eignet.

Übrigens hat die LABS-Sparte von Spitfire Audio seit Kurzem einen eigenen YouTube Kanal, natürlich unter der Leitung von Christian Henson. Wer jetzt noch schnell diesen Kanal abonniert, hat die Chance einen (angeblich) phänomenalen Preis zu gewinnen … lassen wir uns überraschen und hoffen auf weitere tolle LABS-Instrumente.

Auch Pro Tools springt nun auf den Abonnement-Zug

Ähnlich wie auch Reason Studios, ändert Avid ihr Geschäftsmodell für die Pro Tools DAW. Neue User können die DAW nur noch per Subscription-Modell erwerben. D.h. man zahlt einen monatlichen Beitrag (oder jährlich im voraus) und erhält dann immer alle Updates.

Allerdings gibt es von Pro Tools verschiedene Modelle, die sich dementsprechend auch im monatlichen Preis unterscheiden.

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