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Vital Synth angetestet – Der neue Stern am Wavetable Synthesizer-Himmel wird den Platzhirschen den Rang ablaufen…

Matt Tytel, der schon für den hervorragenden Software-Synth Helm verantwortlich war, hat es wieder getan. Seit einigen Tagen veröffentlichen einige bekannte YouTube Gesichter Videos zum neuen Wavetable Synthesizer Vital, den Matt mit seinem Team entwickelt hat und der heute, am 24. November offiziell veröffentlicht wird.

Vital 1.o

Es gibt zwei Gründe, die diesen Termin so wichtig machen. Zum einen bringt dieser Synth seine Konkurrenten ganz schön zum Schwitzen und wird für jeden Sound Designer einTraum sein und zweitens ist er kostenlos verfügbar. Es gibt zwei weitere Versionen, die etwas kosten und einige Presets und Wavetables mehr an Bord haben, aber die Grundversion ist völlig kostenlos! Unglaublich.

Audio Effekte angetestet: Denise Perfect Room – Klingt so ein perfekter Raum?

Heutezutage werden Instrumente meistens mit einem oder mehreren Mikrofonen direkt davor aufgenommen. Oder aber es wird gleich ein virtuelles Instrument in der DAW genutzt. Der Vorteil: Man benötigt kein Studio mit tollem Raumklang für die Aufnahmen. Ich kann meine akustische Gitarre im Schlafzimmer aufzeichnen. Der Nachteil: Die Instrumente klingen fad, es fehlt die Tiefe – der Raum eben.

Hier kommt dann die digitale Trickkiste ins Spiel. Früher gab es noch keine Nullen und Einsen, da musste man sich mit anderen Tricks behelfen. Man nahm eine Metallfeder (Spring Reverb), eine Metallplatte (Plate Reverb) oder stellte einen Lautsprecher und ein Mikrofon in einen geeigneten Raum und nahm dessen Raumklang auf (Reverb Chamber).

Dank der Digitaltechnik haben sich heute drei weitere Möglichkeiten dazu gesellt. Zum Einen der kalte, mathematische Algorithmus (Algorithmic Reverb), dann Physical Modeling und das Sampling (Convolution Reverb), welches ähnlich funktioniert wie die Reverb Chamber, nur dass mithilfe eines akustischen Impulses der Raumklang eingefangen wird (Impulse Response IR) und später dann auf ein akustisches Signal angewendet werden kann – klingt aber jetzt einfacher, als es tatsächlich ist.

Aber wir wollen ja keinen Reverb programmieren, sondern nur anwenden und da funktionieren alle Varianten in digitaler Form recht ähnlich. So auch der Perfect Room von Denise.

Newfangled Audio Pendulate: Buchla-inspirierter Chaos Monosynth für umsonst…

Newfangled Audio hat einen Monosynth entwickelt, der mit einigen verrückten Ideen und von Don Buchla inspiriert, komplett kostenlos zu haben ist. Falls man ein wenig gelangweilt ist von seinen üblichen Synthesizern, dann könnte Pendulate recht erfrischend sein, denn sein Doppelpendel-Oszillator ist schon chaotisch.

Newfangled Audio Pendulate

Dan Gillespie hat 15 Jahre bei Eventide programmiert und dann Newfangled Audio gegründet, um traditionellen DSP Code mit modernen Machine Learning Krams zu kombinieren. Aber Newfangled Audio und Eventide arbeiten trotzdem eng zusammen und letzterer vertreibt die Produkte des anderen.

Zwei Jahre haben die Jungs an dem Synthesizer gebastelt und nun kann man ihn völlig kostenlos herunterladen, installieren und damit experimentieren. Er ist für Mac und Win erhältlich. Und nein, es wird kein iLok benötigt 😉

Audio Effekte angetestet: Arturia Flanger BL-20 – ein komplexer Effekt, der zunächst simpel erscheint…

Nachdem ich hier den neuen Phaser und hier den neuen Chorus von Arturia angetestet habe, will ich mir an dieser Stelle den dritten im Bunde – den Flanger BL-20 – anschauen. Das Effekt-Plugin hat den BF-20 Stereo-Flanger der Firma B.E.L Electronics zum Vorbild.

Arturia’s Flanger BL-20 …

Der Original-Flanger im Rackformat wurde vom Gründer von B.E.L – kein Geringerer als Genesis Gitarrist Mick Barnard – in den späten 70ern entworfen. Für viele große Künstler wurde dieser zum Lieblingsflanger (Phil Collins, Rolling Stones oder auch Yes). Dieser Effekt ist mittlerweile natürlich auch recht schwer zu kriegen. Aber wenn man Glück hat, muss man nicht allzu horrende Summen dafür hinblättern.

B.E.L Electronics BF-20 Flanger (Quelle: effectsdatabase.com)

Audio Effekte angetestet: Arturia Chorus Dimension D – der subtilste und legendärste Effekt überhaupt …

Da mich der neue Phaser von Arturia so begeistert hat, habe ich mir vorgenommen die anderen beiden der drei neuen Modulations-Effekte der Franzosen auch noch anzuschauen.

In diesem Artikel will ich mich auf den Chorus Dimension D konzentrieren, der im Original 1979 das Licht der Welt erblickte und von Roland veröffentlicht wurde. Manchmal ist weniger einfach mehr und der Effekt fiel auf jeden Fall aufgrund seiner minimalistischen Bedieneinheit auf.

Arturia Chorus Dimension D …

Im Original-Effekt gab es lediglich einen Bypass-Schalter, die 4 Dimensions-Modi, die Anzeige des Output-Levels und einen Hauptschalter. Der Musiker hatte keinerlei weitere Möglichkeiten in den Sound einzugreifen. Entweder man mochte den Chorus so wie er aus dem 19″ Effektgerät kam, oder eben nicht. Anscheinend mochten ihn so einige, denn Größen wie Kate Bush, Talking Heads, Brian Eno, U2 oder Coldplay liebten das Gerät.

Arturia Phaser Bi-Tron: Das beste Phaser Pedal bekommt ein virtuelles Plugin…

Arturia hat seine FX Collection wieder erweitert. Diesmal gibt es drei neue Modulations-Effekte, die allesamt von bekannten und berühmten Hardware Geräten abstammen. Das Trio besteht aus einem Chorus (Dimension-D) – der dem Dimension D von Roland nachempfunden ist – einem Flanger (BL-20) und dem Phaser Bi-Tron – der dem legendären Gitarren-Bodentreter Mutron Bi-Phase nachempfunden wurde.

Arturia Phaser Bi-Tron

Der Original-Effekt wurde 1974 entwickelt und von bekannten Künstlern, wie den Grateful Dead, Stevie Wonder, Smashing Pumpkins und natürlich Jimi Hendrix verwendet (obwohl der einen Dunlop Univibe benutzte … egal). Er gehörte zu den beliebtesten Phaser Fußtretern und ist heute echt schwer zu kriegen und wird daher zu unglaublichen Summen gehandelt. Zum Glück müssen wir nicht so viel Geld zum Fenster herauswerfen, um in den Genuss des Phasers zu kommen.

Arturia verkauft das Plugin derzeit für 99,- Euro. Und für knapp 150,-€ bekommt man momentan alle drei Modulations-Effekte. Wer die komplette Sammlung der Arturia Effekte erwerben möchte muss bis zum 13. September nur 299,- Euro hinblättern. Normalerweise kostet die Collection knapp 400,- Euro.

Cockos Reaper 6 – eine kleine DAW, die viele ihrer Konkurrenten in die Tasche steckt…

Der Download ist gerade mal etwas über 13 Megabyte groß und wenn alle VST-Plugins gescannt sind und man Reaper dann wieder startet, öffnet sich die DAW instant. Das sind die beiden Merkmale, die mir als Erstes aufgefallen sind. Was kann man von einer Recording Software erwarten, die dermaßen wenig Speicherplatz auf der Festplatte einnimmt?

Cockos wurde 2004 von einigen Entwicklern gegründet, die alle schon in größeren Software-Firmen gearbeitet haben und dazu keinen Bock mehr hatten. Der Kopf dieser Truppe war und ist Justin Frankel, der Macher von Winamp und dem Gnutella Sharing Netzwerk.

2005 kam dann eine erste Version von Reaper (Rapid Environment for Audio Prototyping and Efficient Recording) an die Öffentlichkeit und die DAW hatte schnell eine kleine aber treue Fangemeinde. Die Entwickler haben immer auf die Wünsche ihrer User gehört und ein Jahr später, als dann die erste offizielle Version als Shareware erscheint, ist die Nutzerschar schon beachtlich.

Reaper 6.13 mit Concerto Theme

Abenteuer Sound Design #08 – Spitfire Audio’s Labs ist eine kostenlose Sammlung liebevoll gesampleter Instrumente …

Spitfire Audio gehören wohl zu den Top Ten der virtuellen Instrumentenbauer. Allerdings beschränken sie sich dabei meistens auf das Aufnehmen akustischer Instrumente und das Gestalten von grafischen Interfaces, damit Nutzer diese Instrumente dann im Computer „spielen“ können. Überwiegend gibt es diese Instrumente für den Kontakt Sampler von Native Instruments, aber Spitfire veröffentlicht auch eigene VST-Plugins.

Vor ungefähr zwei Jahren haben sie angefangen in regelmäßigen Abständen Instrumente umsonst wegzugeben. Sie haben LABS 2018 ins Leben gerufen und jeder kann diese Instrumente kostenlos herunterladen und benutzen. Man meldet sich auf den Webseiten von Spitfire Audio an und lädt einfach das erste Instrument herunter. Dann wird man aufgefordert die LABS Desktop App zu installieren. In dieser App erscheinen dann die einzelnen Instrumente, die man später dann im Plugin innerhalb der DAW nutzen kann. Der Download könnte etwas dauern, da die Libraries teilweise mehrere Gigabytes groß sind.

Voltage Modular geht in die zweite Runde und hat noch einen Leckerbissen für Java Entwickler parat…

Naja, das Leckerbissen gab es auch schon in der ersten Version … egal. Voltage Modular bietet ein modulares Eurorack System in Softwareform, genauso wie z.B. Softube Modular oder das VCV Rack. Wobei Voltage Modular eher mit VCV Rack vergleichbar ist, als mit Softube’s Synthesizer System.

Voltage Modular ermöglicht es dem Nutzer ebenfalls Module von Drittanbietern in seine eigene Sammlung aufzunehmen, wenn er diese denn vorher relativ kostengünstig erworben hat. Es gibt allerdings auch einige kostenlose Bausteine.

Der Unterschied zu VCV Rack ist der Preis der Grundsoftware. Es gibt zwar im Moment noch die kostenlose Nucleus Version, die mit einem sehr übersichtlichen Satz an Grundmodulen daher kommt. Allerdings sollte ein kompletter Neuling damit erstmal einige Zeit beschäftigt sein und kann sich hiermit in Ruhe in ein modulares System einarbeiten.

Logic Pro X 10.5 – Apple’s neuestes Update vereint alle coolen Features ihrer DAW Kolleginnen…

Ich habe das Betriebssystem meines betagten MacBooks extra auf den neuesten Stand gebracht, um einen Blick auf das vor ein paar Tagen erschienene 10.5er Update der Vorzeige-DAW aus Cupertino zu werfen. Seit einigen Wochen bietet Apple eine 90-tägige Demoversion von Logic Pro X an – genug Zeit um die neuen Features zu begutachten.

Ebenfalls vor ein paar Wochen ist ja schon ein Screenshot aufgetaucht, der eine Art Clip Launcher innerhalb von Logic Pro zeigte. Dies Gerücht hat sich bewahrheitet…

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