Also, hier auf der Festplatte … nicht im Blog. Diese wird nämlich langsam voll. Ich habe eindeutig zu viel Audiosoftware (DAWs, Plugins und Samples) installiert. In den letzten Monaten hat sich herauskristallisiert, welche Tools ich am meisten und am liebsten benutze und welche Programme hier eher wenig genutzt werden … auch wenn es vielleicht ganz wunderbare Werkzeuge sind.

Als ich Anfang des Jahres Reason 11 getestet habe und dann auch ziemlich schnell auf den Reason+ Subscription-Zug aufgesprungen bin, war ich total begeistert von der Software – weniger von der DAW, aber umso mehr von den Instrumenten. Allerdings habe ich seitdem immer nur mal wieder mit dem Rack herumgespielt und wirklich ganz selten mal etwas davon in eigenen Produktionen eingesetzt. Die Software ist wirklich spitze, aber ich habe mich vielleicht schon zu sehr an andere Instrumente gewöhnt. Außerdem erschlägt mich die große Auswahl in Reason. Daher habe ich diese Woche mein Abonnement gekündigt. Zwanzig Euro im Monat, für ein selten genutztes Spielzeug, müssen nicht sein.

Ebenfalls habe ich mein Presonus Sphere Abo gekündigt. Kurze Zeit war Studio One wieder meine Lieblings-DAW und ich habe einige Tracks mit ihr recorded. Trotzdem bin ich immer wieder zu Bitwig, bzw. neuerdings zu Reaper zurückgekehrt und habe mich zuletzt schon geärgert, dass ich so viele Songs nun in verschiedenen DAWs produziert habe… Ich hoffe nun wirklich, dass ich daraus gelernt habe und endlich mal Schluss ist mit dem ständigen hin und her 😉

Das einzige Subscription Modell, dass ich jetzt noch monatlich bezahle, ist das von Kilohearts – und das mache ich sogar gerne. Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr das Abo abgeschlossen und es bis jetzt nicht bereut. Ich liebe jeden einzelnen Effekt und dessen Einfachheit. Snap Heap ist der perfekte Container für diverse Effektketten und Phase Plant macht jeden anderen Synthesizer überflüssig und ist zusammen mit den einzelnen Snapins ein nahezu perfektes Sound Design Tool.

Rhythmustechnisch ist hier seit Jahren Addictive Drums 2 installiert. Ich habe mich dermaßen an die verschiedenen Drumkits und den eingebauten Mixer bzw, die Effekte gewöhnt, dass ich mir gar nichts anderes mehr vorstellen kann. Ob für mound, Undawn oder TroponeAddictive Drums ist mein Schlagzeug.

Auch Spitfire Labs ist aus meinem Setup nicht mehr wegzudenken. Der kostenlose Sample-Player der Londoner Sample Library Produzenten um Christian Henson bietet haufenweise unglaublich schöne Instrumente. Logischerweise sind diese Bibliotheken nicht so detailreich gesampled, wie die großen Kollegen aus dem Hause Spitfire, aber ich benutze sie in fast jedem Projekt.

Apropos Spitfire. Es war auch Christian Henson, der das Projekt Pianobook ins Leben gerufen hat und damit eine große Sammlung von hausgemachten Sample-Bibliotheken frei zur Verfügung stellt. Genau dieses Projekt hat David Hilowitz dazu bewegt, mal eben einen kostenlosen Sample-Player zu programmieren und für jeden frei verfügbar zu machen. Der Decent Sampler ist momentan mein Lieblingssampler für eigene Instrumente … gerade wegen seiner Schlichtheit.

Reaper und Bitwig sind gerade meine Lieblings-DAWs. Ich mag Reaper, die Philosophie dahinter, die Einfachheit, die dennoch viel Komplexität verbirgt. Ich arbeite mich derzeit noch in alle Bereiche der DAW ein. Keine DAW ist perfekt oder besser als die anderen. Alle Audio Workstations sind großartig … Reaper und Bitwig sind mir einfach ans Herz gewachsen.

Viel mehr ist hier auf der Festplatte nicht geblieben. Noch ein paar vereinzelte Plugins (Renoise Redux, TH-U, RC-20 Retro Color). Ich habe viele Effektplugins und Sample-Libraries deinstalliert, um einfach mal wieder Platz zu schaffen und natürlich um mich mehr auf die Musik zu konzentrieren und weniger auf die Tools an sich…