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Voltage Modular geht in die zweite Runde und hat noch einen Leckerbissen für Java Entwickler parat…

Naja, das Leckerbissen gab es auch schon in der ersten Version … egal. Voltage Modular bietet ein modulares Eurorack System in Softwareform, genauso wie z.B. Softube Modular oder das VCV Rack. Wobei Voltage Modular eher mit VCV Rack vergleichbar ist, als mit Softube’s Synthesizer System.

Voltage Modular ermöglicht es dem Nutzer ebenfalls Module von Drittanbietern in seine eigene Sammlung aufzunehmen, wenn er diese denn vorher relativ kostengünstig erworben hat. Es gibt allerdings auch einige kostenlose Bausteine.

Der Unterschied zu VCV Rack ist der Preis der Grundsoftware. Es gibt zwar im Moment noch die kostenlose Nucleus Version, die mit einem sehr übersichtlichen Satz an Grundmodulen daher kommt. Allerdings sollte ein kompletter Neuling damit erstmal einige Zeit beschäftigt sein und kann sich hiermit in Ruhe in ein modulares System einarbeiten.

Max/MSP Tagebuch – Zweite Woche: Mach’s gut, Max…

Ich habe mir in meiner zweiten Woche mit Max erstmal ein paar Grundlagen gelernt. Ein vernünftiges Fundament ist wichtig, das hat mir mein Mathelehrer an der Fachoberschule schon immer gesagt … war’n guter Mann.

Allerdings habe ich nach Langem hin und her festgestellt, dass ich mich mit meinen Programmierkünsten zunächst nur auf C++ und JUCE beschränken will und MAX daher nicht erwerben werde. Die 30 Tage Demo ist nun schon einige Tage abgelaufen und ich werde die Software jetzt erstmal wieder deinstallieren … mach’s erstmal gut, MAX … war trotzdem nett.

Abenteuer Sound Design #06 – Rückkopplungen einer Gitarre erzeugen … ohne Gitarre in Bitwig’s Grid (Guitar Feedback Generator)

Heute bauen wir uns mal ein Instrument, eine Gitarre um genau zu sein. Eine elektrische Gitarre, mit der man aber nur Feedback erzeugen kann … sonst nix. Vor ein paar Monaten habe ich so etwas mal auf YouTube entdeckt und heute baue ich das mal in Bitwig’s Grid nach. Das ist recht simpel, versprochen.

Wenn es eine Band gibt, die mich seit Ende der 80er begleitet, dann ist es Sonic Youth. Leider habe die sich um 2010 aufgelöst. Ein wichtiger Bestandteil der Musik von Sonic Youth ist Gitarren Feedback.

Da mich diese Band stark beeinflusst hat, nutze auch ich „Gitarrenkrach“ in eigenen Songs. Beim Recorden zuhause ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Gitarre richtig schön zum Kreischen zu bringen … man wohnt hier ja nicht komplett alleine auf dem Land. Also muss eine praktischere Lösung her.

Abenteuer Sound Design #04 – Claps mit Bitwig’s Grid und Found Sounds

Kick, Snare, Hihat … heute kommen dann wohl die obligatorischen Claps dran. Claps sind ja einfach zwei Hände, die zusammengeklatscht werden 🙂 Da werden wir uns wohl auch noch eine gesampelte Version ansehen, denn nichts ist einfacher als ein Händeklatschen aufzunehmen.

Für die Synthesizer-Version würde ich mich an die klassischen 808-Claps anlehnen, diese sind nämlich recht raffiniert umgesetzt. Die Wellenform zeigt, dass es sich um fünf klatschende Hände handelt, die alle etwas zeitversetzt tönen. D.h. man könnte 5 mal Noise nehmen und die Hüllkurven alle etwas im Attack versetzen und das letzte Klatschen etwas länger ausklingen lassen.

D.h. wir benötigen 5 Noise Generatoren und 5 ADSR Envelope Generatoren. Diese werden an einen Mixer angeschlossen und dieser an ein Audio-Out Modul. Das Sustain des ADSR drehe ich bei allen Hüllkurven auf 0ms, das Attack zunächst auch auf 0ms und das Decay so ungefähr auf 30-40ms. Das Decay der letzten Hüllkurve stelle ich aber auf ca. 200ms.

5 Claps …

Abenteuer Sound Design #03 – HiHat mit Bitwig’s Grid

Nach Kick Drum und Snare kommt natürlich ein HiHat an die Reihe. Ich benutze wieder Bitwig’s Grid hierfür. Normalerweise könnten wir das HiHat in wenigen Zeilen abfrühstücken, denn wenn man ganz schnell den typischen Sound eines typischen 808 HiHats generieren möchte, nimmt man sich einen Noise-Generator, einen ADSR und schon wäre man fast fertig. Der typische HiHat Sound einer 808 Drum Machine ist einfach nur Noise.

Typische HiHat (Quelle: keymusic.com)

Aber wir machen uns das nicht ganz so einfach. Mithilfe der Frequenzmodulation und 3 oder mehreren Sinuswellen-Oszillatoren läßt sich auch ein nettes Ergebnis erzielen, mit dem man den Klang noch etwas mehr variieren kann.

Abenteuer Sound Design #02 – Snare Drum mit Bitwig’s Grid

Das letzte mal ging es um ein Kick Drum, heute versuchen wir mal ein Snare Drum mithilfe eines Synthesizers zu designen. Die Found Sound Variante lasse ich heute mal weg, weil das für ein Snare Drum nicht allzu interessant ist. Ich will heute auch mal Bitwig’s Grid benutzen, weil ich das gerade mal wieder für mich entdeckt habe. Ich möchte mich bei der Wahl des Software Synths nicht so festlegen, es kann sein dass ich das nächste mal wieder VCV Rack oder auch Max/MSP (darauf hätte ich mal wieder richtig Lust…) benutze, mal sehen…

Ein Snare Drum lässt sich eigentlich ähnlich wie ein Kick Drum bewerkstelligen, nur dass hier der Noise Anteil etwas wichtiger ist. Wenn man sich mal ein akustischen Snare ansieht und anhört, kann man unten ein kleines Netz aus Metallspiralen sehen und hören, dass dieses typische Schnarren erzeugt.

Den Körper des Snares ahmen wir wieder mit einem Sinus Oszillator nach, für das Schnarren nehmen wir ein Noise Modul.

Oszillator und Noise im Grid…

Csound Tutorial #07 – Additive Synthese

Die additive Synthese bezieht ihre Theorie von einem Mathematiker namens Fourier. Diese besagt, dass jeder erdenkliche Klang aus einer geeigneten Mischung von vielen einzelnen elementaren Sinusschwingungen erzeugt werden kann. Man kann hiermit komplexe Wellenformen jeglicher Art erzeugen, indem man verschiedene Sinuswellen addiert.

Eine Orgel gehört zu den ersten Synthesizern der additiven Synthese… (Arturia B-3V Instrument)

Eine Orgel stellt einen frühen Vertreter der additiven Synthesizer dar. Mithilfe der Zugriegel kann man Teiltöne der Obertonreihe in Sinusform hinzufügen. Je weiter solch ein Riegel herausgezogen wird, desto lauter wird der Oberton.

Csound Tutorial #06 – Ein kurzer Überblick darüber, wie Csound intern arbeitet…

Wie bereits im letzten Teil angekündigt will ich heute ein wenig die interne Arbeitsweise von Csound beleuchten und das ein oder andere nochmal wiederholen. Es könnte also vielleicht etwas trocken werden … 😉

Csound hält die Trennung von Instrument und Noten strikt ein. Eine Sammlung von Instrumenten nennt man ein Orchester (orchestra) und eine Sammlung von Noten (notes) nennt man Komposition (score). Beides wird in einer .csd Datei gespeichert (man könnte sie auch getrennt in zwei separate Dateien ablegen) und diese Datei ist direkt ausführbar.

Csound unterscheidet zwei unterschiedliche Sampleraten. Die eine ist für Audio Signale (sample rate, sr) und die andere für Kontrollsignale (control rates, kr). Ein typischer Wert für eine Control Rate wäre z.B. ein Zehntel 1/10 der Sample Rate.

Ausgehend vom Nyquist Gesetz für Audiosignale, muss die Sample Rate mindestens doppelt so hoch sein, wie die höchste Frequenz, die wir generieren wollen. Wenn wir also einen Sound mit 20.000Hz (höchste hörbare Frequenz für ein junges, gesundes menschliches Ohr) spielen wollen, muss die Sample Rate mindestens 40.000Hz betragen. Die Wahl der Sample Rate hat immer Einfluss auf die Qualität des hörbaren Audio Signals.

Csound Tutorial #04 – Frequenzen in Oktaven und Halbtönen, sowie Amplitude in dB…

Wie wir bisher gesehen haben, benötigt ein Oszillator die Frequenz immer in Hertz-Angaben (Hz), genauso muss die Amplitude immer in einer rohen Form (von 0 bis 32.767) angegeben werden. Das ist nicht gerade sehr komfortabel, denn wir drücken unsere Noten nun mal selten in Frequenzen aus, sondern eher in Oktaven und Halbtönen. Csound besitzt dafür einen Tonhöhen Konverter (pitch converter), der die Hertz-Zahl aus einer gegebenen Oktave und Tonhöhenklasse ermittelt (octave point pitch class).

Diese octave point pitch class Darstellung (pch) besteht aus einer Integer-Zahl, die die Oktave angibt und einem Dezimalteil, der die Halbtöne angibt. Die Oktave, die das mittlere C (261,63 Hz) enthält, wurde mit der Zahl 8 festgelegt. Deshalb:

8.00=middle C (261,63Hz)
8.01=C# (277,63Hz)
8.02=D (293,67Hz)
8.03=D# (311,13Hz)
7.09=A below middle C (220Hz)
8.09=A above middle C (440Hz)
9.00=C an octave higher than middle C (523,25Hz)
5.00=the lowest C of a piano (32,7Hz)

Csound Tutorial #03 – Envelopes

Im letzen Teil habe ich schon etwas zu Kontrollvariablen geschrieben. Ich habe gezeigt, wie man den Opcode line dazu benutzen kann, die Tonhöhe über die Zeit zu ändern. Dasselbe können wir natürlich auch mit der Lautstärke machen.

Amplitude Envelopes

instr 1
      kenv line 0, p3, 10000      ;linear ramp from 0 zo 10000
      aone oscil kenv, 320, 1     ;amplitude envelope (kenv)
      out aone
endin

Diese line Kontrollvariable ändert die Lautstärke des Tons, indem sie einen Amplitude Envelope erzeugt. Wenn man sich schon vorher ein wenig mit Synthesizern beschäftigt hat, dann ist einem solch ein Envelope Generator sicherlich schon einmal über den Weg gelaufen. Das klassische ADSR-Modul kann dafür benutzt werden. In unserem Fall lassen wir die Lautstärke von 0 auf 10.000 ansteigen. Das wäre ein Attack (A) Wert von 3 Sekunden, wobei D, S und R auf 0 gedreht wären.

ADSR in VCV Rack

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