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Vital Synth angetestet – Der neue Stern am Wavetable Synthesizer-Himmel wird den Platzhirschen den Rang ablaufen…

Matt Tytel, der schon für den hervorragenden Software-Synth Helm verantwortlich war, hat es wieder getan. Seit einigen Tagen veröffentlichen einige bekannte YouTube Gesichter Videos zum neuen Wavetable Synthesizer Vital, den Matt mit seinem Team entwickelt hat und der heute, am 24. November offiziell veröffentlicht wird.

Vital 1.o

Es gibt zwei Gründe, die diesen Termin so wichtig machen. Zum einen bringt dieser Synth seine Konkurrenten ganz schön zum Schwitzen und wird für jeden Sound Designer einTraum sein und zweitens ist er kostenlos verfügbar. Es gibt zwei weitere Versionen, die etwas kosten und einige Presets und Wavetables mehr an Bord haben, aber die Grundversion ist völlig kostenlos! Unglaublich.

Faust – Echtzeit Audio Programmierung für Anwendungen und Plugins…

Faust (Functional AUdio STream) ist eine Programmiersprache, die speziell für die Erstellung von digitalen Synthesizern und Audio Effekten gedacht ist. Faust unterstützt das funktionale Programmierparadigma und man kann den geschriebenen DSP-Code schnell in eine andere allgemeine Programmiersprache, wie C, C++, Java, JavaScript oder Web Assembly, übersetzen.

Außerdem ist es möglich diesen generierten Code leicht in verschiedene Objekte zu kompilieren: Audio-Plugins, Standalone-Anwendungen, Smartphone- oder Web Apps.

Quelle: https://faust.grame.fr/

Faust Programme werden kompiliert und nicht interpretiert. Sie werden in möglichst optimierten C++ Code umgewandelt. Angeblich soll dieser generierte Code effizienter sein, als der den ein fortgeschrittener C++ Entwickler schreiben würde … zumindest genauso effizient. Hut ab!

Faust ist zwar im Grunde eine textuelle Sprache, aber trotzdem ähnelt das alles einem Block Diagramm. Sie vereint die funktionelle Programmierung mit dem Erstellen von Blockdiagrammen. Man programmiert quasi Blockdiagramme mithilfe von Funktionen. Kurz gesagt: Ein Faust Programm beschreibt einen Signalprozessor.

Die meisten Audiotools können als Signalprozessoren dargestellt werden. Sie verfügen über Audio-Ein– und –Ausgänge und Kontrollsignale werden mithilfe von Drehreglern, Schiebern und diversen Anzeigen dargestellt.

Newfangled Audio Pendulate: Buchla-inspirierter Chaos Monosynth für umsonst…

Newfangled Audio hat einen Monosynth entwickelt, der mit einigen verrückten Ideen und von Don Buchla inspiriert, komplett kostenlos zu haben ist. Falls man ein wenig gelangweilt ist von seinen üblichen Synthesizern, dann könnte Pendulate recht erfrischend sein, denn sein Doppelpendel-Oszillator ist schon chaotisch.

Newfangled Audio Pendulate

Dan Gillespie hat 15 Jahre bei Eventide programmiert und dann Newfangled Audio gegründet, um traditionellen DSP Code mit modernen Machine Learning Krams zu kombinieren. Aber Newfangled Audio und Eventide arbeiten trotzdem eng zusammen und letzterer vertreibt die Produkte des anderen.

Zwei Jahre haben die Jungs an dem Synthesizer gebastelt und nun kann man ihn völlig kostenlos herunterladen, installieren und damit experimentieren. Er ist für Mac und Win erhältlich. Und nein, es wird kein iLok benötigt 😉

Voltage Modular geht in die zweite Runde und hat noch einen Leckerbissen für Java Entwickler parat…

Naja, das Leckerbissen gab es auch schon in der ersten Version … egal. Voltage Modular bietet ein modulares Eurorack System in Softwareform, genauso wie z.B. Softube Modular oder das VCV Rack. Wobei Voltage Modular eher mit VCV Rack vergleichbar ist, als mit Softube’s Synthesizer System.

Voltage Modular ermöglicht es dem Nutzer ebenfalls Module von Drittanbietern in seine eigene Sammlung aufzunehmen, wenn er diese denn vorher relativ kostengünstig erworben hat. Es gibt allerdings auch einige kostenlose Bausteine.

Der Unterschied zu VCV Rack ist der Preis der Grundsoftware. Es gibt zwar im Moment noch die kostenlose Nucleus Version, die mit einem sehr übersichtlichen Satz an Grundmodulen daher kommt. Allerdings sollte ein kompletter Neuling damit erstmal einige Zeit beschäftigt sein und kann sich hiermit in Ruhe in ein modulares System einarbeiten.

Max/MSP Tagebuch – Zweite Woche: Mach’s gut, Max…

Ich habe mir in meiner zweiten Woche mit Max erstmal ein paar Grundlagen gelernt. Ein vernünftiges Fundament ist wichtig, das hat mir mein Mathelehrer an der Fachoberschule schon immer gesagt … war’n guter Mann.

Allerdings habe ich nach Langem hin und her festgestellt, dass ich mich mit meinen Programmierkünsten zunächst nur auf C++ und JUCE beschränken will und MAX daher nicht erwerben werde. Die 30 Tage Demo ist nun schon einige Tage abgelaufen und ich werde die Software jetzt erstmal wieder deinstallieren … mach’s erstmal gut, MAX … war trotzdem nett.

Abenteuer Sound Design #06 – Rückkopplungen einer Gitarre erzeugen … ohne Gitarre in Bitwig’s Grid (Guitar Feedback Generator)

Heute bauen wir uns mal ein Instrument, eine Gitarre um genau zu sein. Eine elektrische Gitarre, mit der man aber nur Feedback erzeugen kann … sonst nix. Vor ein paar Monaten habe ich so etwas mal auf YouTube entdeckt und heute baue ich das mal in Bitwig’s Grid nach. Das ist recht simpel, versprochen.

Wenn es eine Band gibt, die mich seit Ende der 80er begleitet, dann ist es Sonic Youth. Leider habe die sich um 2010 aufgelöst. Ein wichtiger Bestandteil der Musik von Sonic Youth ist Gitarren Feedback.

Da mich diese Band stark beeinflusst hat, nutze auch ich „Gitarrenkrach“ in eigenen Songs. Beim Recorden zuhause ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Gitarre richtig schön zum Kreischen zu bringen … man wohnt hier ja nicht komplett alleine auf dem Land. Also muss eine praktischere Lösung her.

Abenteuer Sound Design #04 – Claps mit Bitwig’s Grid und Found Sounds

Kick, Snare, Hihat … heute kommen dann wohl die obligatorischen Claps dran. Claps sind ja einfach zwei Hände, die zusammengeklatscht werden 🙂 Da werden wir uns wohl auch noch eine gesampelte Version ansehen, denn nichts ist einfacher als ein Händeklatschen aufzunehmen.

Für die Synthesizer-Version würde ich mich an die klassischen 808-Claps anlehnen, diese sind nämlich recht raffiniert umgesetzt. Die Wellenform zeigt, dass es sich um fünf klatschende Hände handelt, die alle etwas zeitversetzt tönen. D.h. man könnte 5 mal Noise nehmen und die Hüllkurven alle etwas im Attack versetzen und das letzte Klatschen etwas länger ausklingen lassen.

D.h. wir benötigen 5 Noise Generatoren und 5 ADSR Envelope Generatoren. Diese werden an einen Mixer angeschlossen und dieser an ein Audio-Out Modul. Das Sustain des ADSR drehe ich bei allen Hüllkurven auf 0ms, das Attack zunächst auch auf 0ms und das Decay so ungefähr auf 30-40ms. Das Decay der letzten Hüllkurve stelle ich aber auf ca. 200ms.

5 Claps …

Abenteuer Sound Design #03 – HiHat mit Bitwig’s Grid

Nach Kick Drum und Snare kommt natürlich ein HiHat an die Reihe. Ich benutze wieder Bitwig’s Grid hierfür. Normalerweise könnten wir das HiHat in wenigen Zeilen abfrühstücken, denn wenn man ganz schnell den typischen Sound eines typischen 808 HiHats generieren möchte, nimmt man sich einen Noise-Generator, einen ADSR und schon wäre man fast fertig. Der typische HiHat Sound einer 808 Drum Machine ist einfach nur Noise.

Typische HiHat (Quelle: keymusic.com)

Aber wir machen uns das nicht ganz so einfach. Mithilfe der Frequenzmodulation und 3 oder mehreren Sinuswellen-Oszillatoren läßt sich auch ein nettes Ergebnis erzielen, mit dem man den Klang noch etwas mehr variieren kann.

Abenteuer Sound Design #02 – Snare Drum mit Bitwig’s Grid

Das letzte mal ging es um ein Kick Drum, heute versuchen wir mal ein Snare Drum mithilfe eines Synthesizers zu designen. Die Found Sound Variante lasse ich heute mal weg, weil das für ein Snare Drum nicht allzu interessant ist. Ich will heute auch mal Bitwig’s Grid benutzen, weil ich das gerade mal wieder für mich entdeckt habe. Ich möchte mich bei der Wahl des Software Synths nicht so festlegen, es kann sein dass ich das nächste mal wieder VCV Rack oder auch Max/MSP (darauf hätte ich mal wieder richtig Lust…) benutze, mal sehen…

Ein Snare Drum lässt sich eigentlich ähnlich wie ein Kick Drum bewerkstelligen, nur dass hier der Noise Anteil etwas wichtiger ist. Wenn man sich mal ein akustischen Snare ansieht und anhört, kann man unten ein kleines Netz aus Metallspiralen sehen und hören, dass dieses typische Schnarren erzeugt.

Den Körper des Snares ahmen wir wieder mit einem Sinus Oszillator nach, für das Schnarren nehmen wir ein Noise Modul.

Oszillator und Noise im Grid…

Csound Tutorial #07 – Additive Synthese

Die additive Synthese bezieht ihre Theorie von einem Mathematiker namens Fourier. Diese besagt, dass jeder erdenkliche Klang aus einer geeigneten Mischung von vielen einzelnen elementaren Sinusschwingungen erzeugt werden kann. Man kann hiermit komplexe Wellenformen jeglicher Art erzeugen, indem man verschiedene Sinuswellen addiert.

Eine Orgel gehört zu den ersten Synthesizern der additiven Synthese… (Arturia B-3V Instrument)

Eine Orgel stellt einen frühen Vertreter der additiven Synthesizer dar. Mithilfe der Zugriegel kann man Teiltöne der Obertonreihe in Sinusform hinzufügen. Je weiter solch ein Riegel herausgezogen wird, desto lauter wird der Oberton.

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