Kategorie: Sound Design Seite 1 von 7

Was ich in den letzten 5 Jahren über die Musikproduktion am Rechner gelernt habe…

So richtig intensiv beschäftige ich mich seit ca. 5 Jahren mit der digitalen Produktion von Musik. Es geht hier nicht einzig allein um elektronische Musik, sondern ganz allgemein mit der Produktion von Musik mithilfe von Software. Ich selber spiele in diverse Gitarrenbands, wo wir hauptsächlich digitale Drum-Plugins oder Amp-Emulationen nutzen.

Ich habe auch viele Jahre davor schon Musik gemacht, aber erst in den letzten Jahren habe ich mich ernsthaft mit verschiedenster Software und deren Möglichkeiten auseinander gesetzt.

Ich habe in dieser Zeit haufenweise Software angetestet, geliebt, gehasst, verteufelt, vergöttert und erlernt. Ich habe nahezu alle auf dem Markt erhältlichen DAWs ausprobiert, unendlich viele virtuelle Instrumente angespielt und eine endlose Zahl Effektplugins installiert und auch wieder deinstalliert.

Renoise Redux Tutorial – 01: Einen Synthesizer samplen …

Und zwar nicht irgendeinen Synthesizer … den einzigen, den man auch als Taschenrechner benutzen kann! Außerdem ist es der einzige Hardware Synthesizer, der sich in meinem Besitz befindet: Der Casio VL-1 … aus dem Jahre 1981.

Der VL-1 hat fünf verschiedene Instrumente integriert. Der Soundchip ist allerdings dermaßen crappy, dass diese alle „speziell“ klingen 😉 Ich mag Fantasy am liebsten, daher werde ich diesen Sound heute auch samplen. Des Weiteren verfügt der Kultsynth über eine ADSR Hüllkurve, die aber dermaßen umständlich einzustellen ist, dass es sogar Sinn macht das Ganze in Redux Sampler zu implementieren. Außerdem kann ich das Instrument so auch polyphon spielen … nur Vorteile also.

Die Kunst des Samplings – 03: Die Sounds eines TapeDecks, unabhängig vom Inhalt der Cassette…

Ja, komischer Titel … ich weiß. Gemeint sind natürlich die netten Geräusche, die das TapeDeck von sich gibt und nicht der typische Tapesound.

Technics DoppelTapeDeck …

Vor ein paar Wochen bekam ich für’n Appel und’n Ei das obige TapeDeck von einem guten, alten Freund nahezu geschenkt. Der Zustand ist quasi neuwertig und ich habe mittlerweile schon einige Live-Bootlegs damit erstellt.

Aber ich will hier jetzt gar nicht von den guten alten Zeiten der Mixtapes und Radiomitschnitte, der unzähligen Cassettenaufnahmen von Platten der Freunde oder Walkmen erzählen … hach jaa … Hier geht’s um die Geräusche, die dieses TapeDeck (Technics RS TR-474) bei der typischen Bedienung von sich gibt.

Up To Date – Links und Zeugs KW 2021/14

Diese Woche stand bei mir plattentechnisch ganz im Zeichen der Flaming Lips. Ich habe diese Truppe Anfang der 90er zum ersten mal gehört, als ich mir einfach mal, aufgrund der interessanten Info im Plattenbestellkatalog, die 91er Scheibe Hit To Death In The Future Head bestellt habe. Ich habe mich in das Album verliebt und die Liebe zu der Band hat über alle Alben der 90er gehalten. Später flachte sie dann etwas ab. Die psychedelische Gitarren-Indie-Rock Phase der Band mag ich halt am liebsten… Allerdings ist der Auftritt für Austin City Limits von 2004 großartig.

Type Drummer erzeugt beim Eingeben eines Textes Rhythmen // In der Beepbox kann man Melodien festhalten und diese dann einfach mit jemanden teilen // The London Sound Survey hat über 2.000 Sounds aus dem Alltagsleben von London gesammelt // Justin Frankel, der Kopf hinter der Reaper DAW // Irgendjemand Bock auf C-64 Origami? // „You spend a lifetime playing music to learn what not to play“ // Copy someone’s style, fuck it up … // Die 5 mysteriösesten Musiker der Geschichte // Letzten Monat ist Lou Ottens, der Erfinder der Cassette gestorben // Das digitale Interview Archiv der American Masters Reihe ///

Have Fun, Play Drums // Wie man Drums im Computer programmiert // … oder hier // auch hier // Drum Pocket Basics // Ich liebe diese Folge von Show Us Your Junk mit Money Mark // genau wie diese mit Matmos // Journeys In Sound mit John Cage // Spitfire hat wieder ein Spitzen-Percussion-Instrument zu den freien Labs hinzugefügt // Wendy Carlos zeigt ihren Moog Synthesizer von 1970 // The Internet’s Own Boy, die Geschichte von Aaron Swartz // Paul McCartney zeigt das Mellotron // A brief history of John Baldessari // Sixtyforgan: Wie der C-64 wie eine Kirchenorgel klingt ///

Reason Rack Instrumente – 00: Ein Überblick

Ende Januar habe ich eine 30-tägige Testversion von Reason+ installiert und nach Ablauf dieser Testphase habe ich die Software sofort abonniert. Ja, Subscription Modell und so … soll hier nicht das Thema sein. Die Instrumente, Effekte, Players und Samples, die man mit dem Rack bekommt, sind einfach gut und könnten ohne Weiteres viele meiner über die Jahre angehäuften VST-Plugins ablösen.

Die Reason DAW interessiert mich weniger und ich denke seit der Version 11 hat Reason viele neue Fans dazugewonnen, weil man das Reason Rack nun in Form eines VST-Plugins innerhalb jeder anderen DAW nutzen kann.

Die Kunst des Samplings – 01: Ein Instrument samplen und dafür den Decent Sampler benutzen…

Eine kleine Reihe zum Thema Sampling wollte ich schon lange machen. Ich wusste irgendwie nur nie wie ich anfangen sollte. Die Geschichte des Samplings ist sicherlich interessant, aber auch schon oft genug erzählt worden. Also lasse ich diese schon mal weg.

Fairlight CMI…

Viele denken beim Wort Sampling zunächst einmal an den Hip Hop der 90er und alles was danach in der Popmusik kam. Das ist sicherlich richtig, dass die Hip Hop Bewegung überwiegend gesampled hat, weil sie vielfach einfach keinen Zugang zu Instrumenten hatten. Sie haben sich dann an fertigen Aufnahmen bedient und diese kreativ zu neuen Songs umgebaut.

Aber Sampling ist mehr, als nur die fertigen Aufnahmen anderer Künstler zu nehmen und diese für sich selbst zu nutzen. Wenn man es ganz genau nimmt, ist heute quasi alles gesampled. Die Mehrheit heutiger Musik wird in digitalen Audio Workstations aufgenommen, bearbeitet und gemischt, Und diese Workstations sind nichts anderes als mächtige Sampler. Wenn ich also zuhause meine Akustikgitarre mit meiner DAW oder einem anderen digitalen Recorder aufzeichne, dann sample ich.

Reason 11 – Was macht die DAW so speziell, oder lohnt sich vielleicht schon allein nur das Reason Rack als Plugin?

Ich habe tatsächlich Reason das erste mal Anfang der 2000er benutzt. Damals war ich mitten im Informatikstudium und es gab dort eine kleine Clique, die sich speziell für’s Musikmachen am Rechner interessierte. In dieser Gruppe galt die aktuell erschienene erste Version von Reason 1.0 als heißer Scheiß. Schnell war eine Raubkopie (hey, wir waren Studenten) auf meiner Festplatte. Ich war fasziniert von dem, was ich auf dem Bildschirm sah, hatte aber keine Ahnung, wie ich damit umzugehen hatte.

Reason 11.3

20 Jahre später und Reason ist aktuell bei der Version 11. Seit den Anfängen hat sich Einiges geändert. In der Zwischenzeit hat man neben Midi-Spuren auch Audiospuren hinzugefügt, ein paar Jahre später (2017) dann hat Propellerheads Reason für VSTs geöffnet, denn anfangs war es nicht möglich VST-Instrumente oder -Effekte in Reason zu importieren.

Mit der Version 11 (2019) hat Propellerheads sich in Reason Studios umgetauft und aus dem Reason Rack (das Instrument- und Effekt-Rack) zusätzlich auch noch ein Plugin für andere DAWs gemacht! Damit hat Reason nochmal viele neue User angelockt und auch ich bin wieder aufmerksam geworden. Seit ein paar Tagen wurde das Geschäftsmodell auch nochmal geändert. Mittlerweile gibt es Reason+. Ein Subscription Modell, bei dem man 19,- Euro im Monat bezahlt (oder 199,- im Jahr) und immer die aktuelle Reason Suite hat.

Amplitube 5 – Kann IK Multimedia mit der neuen Version wieder genauso überzeugen, wie mit der letzten?

Mitte Dezember letzten Jahres, ziemlich genau vor einem Monat wurde die Version 5 der italienischen Vorzeige-Amp-Simulation Amplitube veröffentlicht. Die Oberfläche wurde noch schicker gemacht und die Amps sollen nun noch realistischer klingen … aber versprechen das nicht alle Hersteller von Gitarren-Software?

In den letzten drei Jahren war Amplitube 4 meine Software, wenn es um virtuelle Gitarrenverstärker und -effekte ging. Seitdem habe ich keinen echten Amp mehr benutzt. Mein Fender Super Champ verstaubt hier in der Ecke. Ich übe mit der Software, arbeite an Ideen und recorde damit. Mein Lieblingsamp war immer der Orange AD30.

Seit einigen Tagen probiere ich nun die neue Version aus, spiele und höre mich durch die verschiedenen Verstärker, Boxen und Effektpedale. Ich kann jetzt schon sagen, dass mir das neue Layout der Software besser gefällt.

Vital Synth angetestet – Der neue Stern am Wavetable Synthesizer-Himmel wird den Platzhirschen den Rang ablaufen…

Matt Tytel, der schon für den hervorragenden Software-Synth Helm verantwortlich war, hat es wieder getan. Seit einigen Tagen veröffentlichen einige bekannte YouTube Gesichter Videos zum neuen Wavetable Synthesizer Vital, den Matt mit seinem Team entwickelt hat und der heute, am 24. November offiziell veröffentlicht wird.

Vital 1.o

Es gibt zwei Gründe, die diesen Termin so wichtig machen. Zum einen bringt dieser Synth seine Konkurrenten ganz schön zum Schwitzen und wird für jeden Sound Designer einTraum sein und zweitens ist er kostenlos verfügbar. Es gibt zwei weitere Versionen, die etwas kosten und einige Presets und Wavetables mehr an Bord haben, aber die Grundversion ist völlig kostenlos! Unglaublich.

Weniger ist mehr und es muss nicht immer das neueste, glänzende Plugin oder die umfangreichste DAW sein…

Es mag vielleicht etwas seltsam anmuten, dass ein Blog, der relativ oft neue Tools aus dem Bereich der Musikproduktion vorstellt, etwas über Einschränkungen schreibt. Aber ich habe hier schon öfters erwähnt, dass es im Grunde besser ist, seine Werkzeugsammlung überschaubar zu halten und die vorhandenen Tools in- und auswendig zu kennen und diese dann kreativer einzusetzen.

4-Spur-Recorder ohne monatliche Updates…

Denn im Grunde geht es beim Musikmachen um Kreativität und es ist nunmal belegt, dass weniger Krams diese eher fördert als hindert. Forscher der University of Illinois haben 2015 mehrere Tests durchgeführt, die den Einfluß von verschiedenen Resourcen auf die Kreativität untersuchten. Eine „Eingeschränkte Denkweise„, so die Forscher, setzt ein, wenn ein Proband eine Aufgabe mit relativ wenig Mitteln umsetzen sollte. Je stärker diese Denkweise auftrat, desto kreativer wurden diese spärlichen Mittel genutzt.

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