Monat: Januar 2021

Reason 11 – Was macht die DAW so speziell, oder lohnt sich vielleicht schon allein nur das Reason Rack als Plugin?

Ich habe tatsächlich Reason das erste mal Anfang der 2000er benutzt. Damals war ich mitten im Informatikstudium und es gab dort eine kleine Clique, die sich speziell für’s Musikmachen am Rechner interessierte. In dieser Gruppe galt die aktuell erschienene erste Version von Reason 1.0 als heißer Scheiß. Schnell war eine Raubkopie (hey, wir waren Studenten) auf meiner Festplatte. Ich war fasziniert von dem, was ich auf dem Bildschirm sah, hatte aber keine Ahnung, wie ich damit umzugehen hatte.

Reason 11.3

20 Jahre später und Reason ist aktuell bei der Version 11. Seit den Anfängen hat sich Einiges geändert. In der Zwischenzeit hat man neben Midi-Spuren auch Audiospuren hinzugefügt, ein paar Jahre später (2017) dann hat Propellerheads Reason für VSTs geöffnet, denn anfangs war es nicht möglich VST-Instrumente oder -Effekte in Reason zu importieren.

Mit der Version 11 (2019) hat Propellerheads sich in Reason Studios umgetauft und aus dem Reason Rack (das Instrument- und Effekt-Rack) zusätzlich auch noch ein Plugin für andere DAWs gemacht! Damit hat Reason nochmal viele neue User angelockt und auch ich bin wieder aufmerksam geworden. Seit ein paar Tagen wurde das Geschäftsmodell auch nochmal geändert. Mittlerweile gibt es Reason+. Ein Subscription Modell, bei dem man 19,- Euro im Monat bezahlt (oder 199,- im Jahr) und immer die aktuelle Reason Suite hat.

Klevgränd Skaka – Die Schweden bringen wieder einmal etwas Rhythmus in den tristen Alltag…

Ich habe vor ein paar Monaten schon den Percussion Sampler Ting des Entwicklerteams Klevgränd (oder einfach nur Klevgr.) getestet und mich verknallt. Jetzt bringen die Schweden wieder einen Percussion Sampler, aber diesmal mit eher klassischen Shaker-Sounds.

Während Ting noch Alltagsgegenstände als Instrument benutzt, kommen bei Skaka eher gängige Sounds, wie Shaker, Tambourine, Egg oder Calabash zum Einsatz. Ein weiterer Unterschied: Skaka ist auch ein Sequenzer!

Skaka – was man am besten wahrscheinlich mit Shake übersetzen kann – nutzt zum Triggern der einzelnen Instrument-Sequenzen genau eine Oktave der Keyboard Tastatur (12 Halbtöne, von C bis B). Jedes dieser 12 Slots verfügt über ein eigenes Shaker Instrument und eine zu bearbeitende Sequenz.

Amplitube 5 – Kann IK Multimedia mit der neuen Version wieder genauso überzeugen, wie mit der letzten?

Mitte Dezember letzten Jahres, ziemlich genau vor einem Monat wurde die Version 5 der italienischen Vorzeige-Amp-Simulation Amplitube veröffentlicht. Die Oberfläche wurde noch schicker gemacht und die Amps sollen nun noch realistischer klingen … aber versprechen das nicht alle Hersteller von Gitarren-Software?

In den letzten drei Jahren war Amplitube 4 meine Software, wenn es um virtuelle Gitarrenverstärker und -effekte ging. Seitdem habe ich keinen echten Amp mehr benutzt. Mein Fender Super Champ verstaubt hier in der Ecke. Ich übe mit der Software, arbeite an Ideen und recorde damit. Mein Lieblingsamp war immer der Orange AD30.

Seit einigen Tagen probiere ich nun die neue Version aus, spiele und höre mich durch die verschiedenen Verstärker, Boxen und Effektpedale. Ich kann jetzt schon sagen, dass mir das neue Layout der Software besser gefällt.

Wenn man will, kann man sich fast 1.000 Peel Sessions im Internet anhören …

40 Jahre lang war John Peel im Radio und er gab in dieser Zeit vielen neuen Bands ihren ersten Radio-Auftritt. In seiner Show wurde etliche Session von namhaften Bands aufgezeichnet. Insgesamt wurde über 4.000 dieser berühmten Peel Session aufgezeichnet von über 2.000 Künstlern. Darunter waren Größen, wie David Bowie, The Fall, Sonic Youth, Joy Division, The Cure oder PJ Harvey.

John Peel (Quelle: Getty Images)

Viele dieser Sessions wurden auf EPs veröffentlicht und davon gibt es mittlerweile auch viele auf diversen Streaming Diensten. Den Großteil dieser Peel Sessions gab es aber nicht offiziell im Netz und über die Jahre haben etliche Musikliebhaber dieses Session auf YouTube veröffentlicht. Der Blogger Dave Strickson hat sich nun mal die Mühe gemacht und alle Sessions, die er auf YouTube finden konnte alphabetisch aufzulisten.

Up To Date – Freeware News KW03

Surge 1.8

Surge 1.8 im Royal Skin

Der Open Source Synthesizer wurde diese Woche in der Version 1.8 veröffentlicht. Als erstes fällt natürlich das neue „Royal Skin“ Theme ins Auge. Surge ist beliebt bei digitalen Sound Designern und er verfügt über 8 Oszillatoren mit Unison, verschiedene Filtermodelle und Möglichkeiten zur Modulation. Surge gibt es für Linux, Win und MacOS.

Einige ReaPlugs kann man auch außerhalb von Reaper nutzen, zumindest unter Windows … und das macht schon alleine aufgrund von ReaJS wirklich Sinn

Reaper hat bekanntermaßen einige gute Effekte an Bord. Mal angenommen man nutzt eine kostenlose DAW, die von Haus aus eher spärlich mit Effekten ausgestattet ist, wie z.B. Waveform Free, dann könnte man sich die ReaPlugs VST FX Suite auf die Festplatte kopieren.

Reaper’s ReaPlugs in Bitwig Studio…

Die Vorteile: Die Effekte sind komplett kostenlos und man hat mit ReaJS auch die Möglichkeit eigene Effekte zu programmieren oder etliche weitere JSFX-Plugins zu nutzen. Einziger Nachteil: Die ReaPlugs gibt es nur für das Microsoft Betriebssystem. Aber von vorne…

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