Audio Programmierung #09 – C++ Grundlagen: Funktionen (Teil 1)

Bisher haben wir all unseren Programmcode in die main()-Funktion geschrieben. Wenn man nur kleine Programme oder Beispiele schreibt, kann das durchaus Sinn machen. Wenn ein Programm aber größer und komplexer wird, sollte man den Code strukturieren. Dabei helfen Funktionen.

Funktionen helfen dabei ein Programm in logische Blöcke zu unterteilen, die man dann aufrufen kann, wenn man sie benötigt. Eine Funktion ist quasi ein Unterprogramm, dem man Parameter übergeben kann und die etwas zurückgeben kann. Damit sie ihre Arbeit verrichtet, muss sie aufgerufen werden.

Ein klassisches Beispiel für eine Anwendung ist die Berechnung des Umfangs und der Fläche eines Kreises. Der Nutzer gibt einen Radius an und das Programm berechnet diese beiden Werte. Man könnte das nun alles in die main()-Funktion schreiben. Eine bessere Lösung wäre es, wenn man den Code in logische Blöcke unterteilt: Eine Funktion, die den Umfang berechnet und eine Funktion, die die Fläche des Kreises bestimmt.

// circle01.cpp

#include <iostream>

using namespace std;

const double PI = 3.14159265;

// Function declarations (prototypes)
double area(double);
double circumference(double);

int main() {
    cout << "Enter radius: ";
    double radius = 0;
    cin >> radius;

    // Call function area()
    cout << "Area is: " << area(radius) << endl;

    // Call function circumference()
    cout << "Circumference is: " 
         << circumference(radius) << endl;
    
    return 0;
}

// Function definitios (implementations)
double area(double radius) {
    return PI * radius * radius;
}

double circumference(double radius) {
    return 2 * PI * radius;
}
Enter radius: 4
Area is: 50.2655
Circumference is: 25.1327

Newfangled Audio Pendulate: Buchla-inspirierter Chaos Monosynth für umsonst…

Newfangled Audio hat einen Monosynth entwickelt, der mit einigen verrückten Ideen und von Don Buchla inspiriert, komplett kostenlos zu haben ist. Falls man ein wenig gelangweilt ist von seinen üblichen Synthesizern, dann könnte Pendulate recht erfrischend sein, denn sein Doppelpendel-Oszillator ist schon chaotisch.

Newfangled Audio Pendulate

Dan Gillespie hat 15 Jahre bei Eventide programmiert und dann Newfangled Audio gegründet, um traditionellen DSP Code mit modernen Machine Learning Krams zu kombinieren. Aber Newfangled Audio und Eventide arbeiten trotzdem eng zusammen und letzterer vertreibt die Produkte des anderen.

Zwei Jahre haben die Jungs an dem Synthesizer gebastelt und nun kann man ihn völlig kostenlos herunterladen, installieren und damit experimentieren. Er ist für Mac und Win erhältlich. Und nein, es wird kein iLok benötigt 😉

Up To Date – News und Kurioses für Audio Enthusiasten KW36

News

Arturia hat seine FX Collection um drei neue Modulationseffekte erweitert. Diese habe ich hier, hier und hier sogar schon angetestet.

Arturia Modulations-Trio (Quelle: arturia.com)

Ritmobox ist die neue Drummachine aus Russland, die sich an Klassiker aus den 70ern und 80ern orientiert.

Audio Effekte angetestet: Arturia Flanger BL-20 – ein komplexer Effekt, der zunächst simpel erscheint…

Nachdem ich hier den neuen Phaser und hier den neuen Chorus von Arturia angetestet habe, will ich mir an dieser Stelle den dritten im Bunde – den Flanger BL-20 – anschauen. Das Effekt-Plugin hat den BF-20 Stereo-Flanger der Firma B.E.L Electronics zum Vorbild.

Arturia’s Flanger BL-20 …

Der Original-Flanger im Rackformat wurde vom Gründer von B.E.L – kein Geringerer als Genesis Gitarrist Mick Barnard – in den späten 70ern entworfen. Für viele große Künstler wurde dieser zum Lieblingsflanger (Phil Collins, Rolling Stones oder auch Yes). Dieser Effekt ist mittlerweile natürlich auch recht schwer zu kriegen. Aber wenn man Glück hat, muss man nicht allzu horrende Summen dafür hinblättern.

B.E.L Electronics BF-20 Flanger (Quelle: effectsdatabase.com)

Audio Effekte angetestet: Arturia Chorus Dimension D – der subtilste und legendärste Effekt überhaupt …

Da mich der neue Phaser von Arturia so begeistert hat, habe ich mir vorgenommen die anderen beiden der drei neuen Modulations-Effekte der Franzosen auch noch anzuschauen.

In diesem Artikel will ich mich auf den Chorus Dimension D konzentrieren, der im Original 1979 das Licht der Welt erblickte und von Roland veröffentlicht wurde. Manchmal ist weniger einfach mehr und der Effekt fiel auf jeden Fall aufgrund seiner minimalistischen Bedieneinheit auf.

Arturia Chorus Dimension D …

Im Original-Effekt gab es lediglich einen Bypass-Schalter, die 4 Dimensions-Modi, die Anzeige des Output-Levels und einen Hauptschalter. Der Musiker hatte keinerlei weitere Möglichkeiten in den Sound einzugreifen. Entweder man mochte den Chorus so wie er aus dem 19″ Effektgerät kam, oder eben nicht. Anscheinend mochten ihn so einige, denn Größen wie Kate Bush, Talking Heads, Brian Eno, U2 oder Coldplay liebten das Gerät.

Arturia Phaser Bi-Tron: Das beste Phaser Pedal bekommt ein virtuelles Plugin…

Arturia hat seine FX Collection wieder erweitert. Diesmal gibt es drei neue Modulations-Effekte, die allesamt von bekannten und berühmten Hardware Geräten abstammen. Das Trio besteht aus einem Chorus (Dimension-D) – der dem Dimension D von Roland nachempfunden ist – einem Flanger (BL-20) und dem Phaser Bi-Tron – der dem legendären Gitarren-Bodentreter Mutron Bi-Phase nachempfunden wurde.

Arturia Phaser Bi-Tron

Der Original-Effekt wurde 1974 entwickelt und von bekannten Künstlern, wie den Grateful Dead, Stevie Wonder, Smashing Pumpkins und natürlich Jimi Hendrix verwendet (obwohl der einen Dunlop Univibe benutzte … egal). Er gehörte zu den beliebtesten Phaser Fußtretern und ist heute echt schwer zu kriegen und wird daher zu unglaublichen Summen gehandelt. Zum Glück müssen wir nicht so viel Geld zum Fenster herauswerfen, um in den Genuss des Phasers zu kommen.

Arturia verkauft das Plugin derzeit für 99,- Euro. Und für knapp 150,-€ bekommt man momentan alle drei Modulations-Effekte. Wer die komplette Sammlung der Arturia Effekte erwerben möchte muss bis zum 13. September nur 299,- Euro hinblättern. Normalerweise kostet die Collection knapp 400,- Euro.

Up To Date – News und Kurioses für Audio Enthusiasten KW33

News

Wenn man hobbymäßig DSP-Code schreibt, ist man schon gut beschäftigt. Wenn man dann seine Instrumente und Effekte auch noch in Form eines Moduls für das Open Source Projekt VCV Rack veröffentlichen will, muss man auch noch eine grafische Oberfläche designen. Genau diese Arbeit wird nun mit der neuen Erweiterung für Inkscape etwas erleichtert.

Der Synth Panel Designer ist eine User Extension für das freie Vektorenprogramm, die man ebenfalls umsonst herunterladen kann und die genauso schnell installiert ist. Voraussetzung ist die Version 1.0 von Inkscape.

ReEQ ist ein freier Equalizer für Reaper. Er ist fantastisch! Inspiriert von Fabfilter’s ProQ und programmiert in Cockos JSFX. Ok, diese Neuigkeit ist schon vom Juli, aber ich habe letzte Woche erst hiervon gehört.

Cockos Reaper 6 – eine kleine DAW, die viele ihrer Konkurrenten in die Tasche steckt…

Der Download ist gerade mal etwas über 13 Megabyte groß und wenn alle VST-Plugins gescannt sind und man Reaper dann wieder startet, öffnet sich die DAW instant. Das sind die beiden Merkmale, die mir als Erstes aufgefallen sind. Was kann man von einer Recording Software erwarten, die dermaßen wenig Speicherplatz auf der Festplatte einnimmt?

Cockos wurde 2004 von einigen Entwicklern gegründet, die alle schon in größeren Software-Firmen gearbeitet haben und dazu keinen Bock mehr hatten. Der Kopf dieser Truppe war und ist Justin Frankel, der Macher von Winamp und dem Gnutella Sharing Netzwerk.

2005 kam dann eine erste Version von Reaper (Rapid Environment for Audio Prototyping and Efficient Recording) an die Öffentlichkeit und die DAW hatte schnell eine kleine aber treue Fangemeinde. Die Entwickler haben immer auf die Wünsche ihrer User gehört und ein Jahr später, als dann die erste offizielle Version als Shareware erscheint, ist die Nutzerschar schon beachtlich.

Reaper 6.13 mit Concerto Theme

Abenteuer Sound Design #08 – Spitfire Audio’s Labs ist eine kostenlose Sammlung liebevoll gesampleter Instrumente …

Spitfire Audio gehören wohl zu den Top Ten der virtuellen Instrumentenbauer. Allerdings beschränken sie sich dabei meistens auf das Aufnehmen akustischer Instrumente und das Gestalten von grafischen Interfaces, damit Nutzer diese Instrumente dann im Computer „spielen“ können. Überwiegend gibt es diese Instrumente für den Kontakt Sampler von Native Instruments, aber Spitfire veröffentlicht auch eigene VST-Plugins.

Vor ungefähr zwei Jahren haben sie angefangen in regelmäßigen Abständen Instrumente umsonst wegzugeben. Sie haben LABS 2018 ins Leben gerufen und jeder kann diese Instrumente kostenlos herunterladen und benutzen. Man meldet sich auf den Webseiten von Spitfire Audio an und lädt einfach das erste Instrument herunter. Dann wird man aufgefordert die LABS Desktop App zu installieren. In dieser App erscheinen dann die einzelnen Instrumente, die man später dann im Plugin innerhalb der DAW nutzen kann. Der Download könnte etwas dauern, da die Libraries teilweise mehrere Gigabytes groß sind.

Whatever you now find weird, ugly, uncomfortable and nasty about a new medium will surely become its signature. CD distortion, the jitteriness of digital video, the crap sound of 8-bit…all of these will be cherished and emulated as soon as they can be avoided. It’s the sound of failure…the sound of things going out of control, of a medium pushing to its limits and breaking apart. The distorted guitar sound is the sound of something too loud for the medium supposed to carry it. The blues singer with the cracked voice is the sound of an emotional cry too powerful for the throat that releases it. The excitement of grainy film, of bleached-out black and white, is the excitement of witnessing events too momentous for the medium assigned to record them.

Brian Eno

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